Gemäss Art. 712a Abs. 1 Zivilgesetzbuch (ZGB) wird mit Stockwerkeigentum den Miteigentumsanteil an einem überbauten Grundstück bezeichnet, der dem Miteigentümer das Sonderrecht gibt, bestimmte Teile eines Gebäudes ausschliesslich zu nutzen, zu verwalten und innen auszubauen. Diese Räume im Sonderrecht bilden die Stockwerkeigentumseinheit.
Der Miteigentumsanteil wird als Wertquote im Grundbuch festgehalten und spielt für die Kostenaufteilung eine wichtige Rolle. Der Wohnungseigentümer muss sich im Verhältnis seines Anteils nicht nur an den Unterhaltskosten der gemeinschaftlichen Bauteile (z.B. Dach, Fenster und Fassade, Treppenhaus, Personenaufzug, Aussen-Parkplätze, Fundament, etc.), sondern auch an den Betriebskosten (Heizung, Wasser, Hauswartung, Versicherung, Gartenpflege, etc.) beteiligen. Der Eigentümer darf den Innenausbau seiner Wohnung selbst bestimmen, bauliche Massnahmen und Veränderungen an gemeinschaftlichen Bauteilen können grundsätzlich nur mit Zustimmung der Gemeinschaft durchgeführt werden.
Der Käufer von Stockwerkeigentum ist Teil einer Eigentümer-Gemeinschaft. Er ist an das bestehende Reglement und an sämtliche Beschlüsse der Stockwerkeigentümergemeinschaft gebunden.